Tipps für unsere Oldtimer-Freunde

Das gute Teil rostet… Was tun? Da musst Du Dir zunächst mal über ein paar Dinge Gedanken machen. Zunächst muss Dir klar sein, dass man vorhandene Korrosion nur „einbremsen“, also zeitlich stark hinauszögern kann.

Es gibt also bestenfalls „Rost-Stopper“, keine „Rost-Umwandler“. Hier würde ja suggeriert, dass man aus Rost wieder Eisen machen kann. Das ist physikalisch unmöglich. Korrosion oder Oxidation brauchen wichtige Komponenten um „arbeiten“ zu können:

Luftsauerstoff und Feuchtigkeit. Bei Kontakt zweier verschieden „wertiger“ Metalle kommt es zur so genannten Kontaktkorrosion. Diese kann nur durch Verdrängen der vorhandenen Feuchtigkeit und den damit verbundenen Aufbau einer chemischen Barriere bekämpft werden.

Dann solltest Du bei deinem Fahrzeug mal eine Art Bestandsaufnahme, den Ist-Zustand betreffend, machen. Wo ist Korrosion vorhanden, und wenn ja, wie weit ist diese fortgeschritten? Bei Durchrostungen muss natürlich erstmal ein Karosseriefachmann ran. In dem Fall erst mal Altbeschichtungen auf Tragfähigkeit und Unterrostung prüfen. Da muss man schon mal kratzen und schaben

Gute Dienst tun hier natürlich Strahlarbeiten oder Trockeneisreinigung. Nachdem diese Verfahren recht teuer sind, steht hier die Überlegung im Raum, was Dir Dein Schätzchen wert ist, wieviel Geld du also zu investieren bereit bist. Vielleicht hilft Dir auch unser Carlofon Autocleaner zur Entfernung / Reinigung.

Auf jeden Fall aber müssen loser Rost, Schmutz, so wie ölige und fettige Rückstände entfernt werden. (Besonders wichtig, wenn Du Dich für unser lösemittelfreies System entscheidest. Das ist ziemlich arbeitsintensiv, führt aber auch mit Hobbyschrauber-Ausrüstung (Drahtbürste, Schaber, Zopfbürste, etc.) zu einem ordentlichen Ergebnis.

Nachdem nun einige Stellen im sichtbaren Bereich „blank“ sind, muss hier, nach gründlicher Entstaubung, eine Grundierung aufgebracht werden. Idealer Weise auf Epoxid-Basis, wie „Brunox“ oder „Carlofon® Epoxi-Metallgrund“.

Evtl. vorhandene Innenkotflügel sind natürlich schon ausgebaut, oder? Wenn nicht, dann aber los und den darunter liegenden Bereich vorbereiten. Siehe oben.

Im Unterbodenbereich werden nun Kardanwelle, Auspuffanlage, etc., abgedeckt. Ein guter Plan ist, das Auto ringsum mit einer etwa 30 cm breiten „Papierschürze“ nach unten abzukleben.

Das schont die Garagenwand 😊 und Du kannst sauber bis zum Rand des Unterbodens beschichten.

Du arbeitest mit dem empfohlenen Carlofon® 2-Schicht-Verfahren? Prima. Das sorgfältige Einsprühen der „neuralgischen“ Bereiche mit einem kriechfähigen Mittel ist oft schon mehr als „die halbe Miete“. Sorge für gutes Licht, nimm dir immer kleine Bereiche vor, lass dir Zeit. Wichtig sind Federbeinaufnahmen, Falze, Doppelungen, Verschraubungen, etc. Dann am besten erst nach ein paar Stunden einen kompatiblen Unterbodenschutz aus unseren Systemen aufbringen. Immer bedenken: Besser zwei dünne Schichten mit Zwischentrockenzeit aufbringen, sonst gibt‘s später Risse oder Ablösungen. Und dann hat natürlich „das Produkt nichts getaugt…“ 😊

Motorraum und Bereiche mit hoher thermischer Belastung sollten mit einem dafür geeigneten Produkt, wie z.B. Carlofon® 4010 oder „Multipurpose Transparent“ behandelt werden. Hier reicht normaler Weise eine Sprühdose zum Beschichten. Die Produkte schützen auch Steckverbindungen und elektrische Anschlüsse mit normaler Bordnetzspannung, 6, 12, oder 24V.

Auspuffkrümmer, Vergaserteile, etc., sind natürlich auszusparen.

Hohlräume, Schweller, Türen und doppelwandige Bereiche solltet ihr mithilfe einer GUTEN Druckbecherpistole beschichten. Das Material der Wahl sollte vor allem kriechfähig, dauerelastisch und gut thermisch belastbar sein, um ein späteres Nachtropfen weitest gehend zu vermeiden. Roststop.de bietet hier eine Auswahl. Darauf achten, dass Wasserablaufschlitze offen sind, überschüssiges Material tritt hier aus. Die Türen mal über Nacht weit geöffnet lassen und Pappe darunterlegen. Es lohnt sich übrigens, Türverkleidungen abzubauen, Du kannst dann gezielt mit einer Hakensonde arbeiten. In Schweller das Hohlraumprodukt mit viel Druck und Wirbeldüse einbringen, um eine gute Rundumbenetzung zu gewährleisten. Wasserablauföffnungen: Siehe Türen…

Nicht vergessen: Das sind keine Arbeiten für 10°C Minus, Auto und Material sollten eine Temperatur von mehr als +15°C aufweisen.

Nachdem es unmöglich ist, hier auf fahrzeugspezifische Dinge einzugehen, beraten wir euch im Bedarfsfall gerne. Es gibt ja auch transparente, lackartige Beschichtungen bei uns, es kommt eben immer darauf an, welches Ergebnis gewünscht ist…

Hilfreiche Infos geben auch unsere Datenblätter, die Ihr unkompliziert im PDF-Format herunterladen könnt. Also, bevor Euer Arbeitsaufwand durch Anwendungsfehler nicht zum gewünschten Ergebnis führt, besser fragen: info@carlofon.de

Solltet Ihr euch jedoch dazu entscheiden, die Arbeiten einem erfahrenen Fachbetrieb zu überlassen, nennen wir euch gerne einen unserer Partner in Eurer Nähe.